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60 Studierende, 33 Workshops, 5 Tage

Juggern
Datum:
Veröffentlicht: 26.5.14
Von:
Marcus Bauer

Die Schwerpunktwoche „außerschulische Bildung“

Das Angebot an Workshops in der Schwerpuntkwoche „außerschulische Bildung“ war in diesem Jahr enorm. Enorm war vor allem, dass ein Großteil der Angebote eigenverantwortlich von Studierenden der ersten und zweiten Kurse vorbereitet und durchgeführt wurde. Wahrscheinlich ist dies aber bereits der Schlüssel, der außerschulische Bildungsangebote so wertvoll macht. Partizipation und die Übernahme von Verantwortung erleben Jugendliche in der Schule nur vereinzelt und wenn, wird dies nachträglich in einer Zahl ausgedrückt. An der FakS und in der Schwerpunktwoche standen die Leistungen derer, die sich einbrachten für sich. Sie wurden auch nicht benotet. Sie wurden wertgeschätzt und gelobt. Beifall, anerkennende Worte und „die Begegnung auf Augenhöhe“ waren es, was die Studierenden wachsen und uns Lehrer staunen ließ.

Von Aikido und Bauchtanz über Fußball und Kanu bis hin zu Schönheit aus der Küche, Stratego, Hiphop und Zumba hatte diese Woche alles zu bieten, was der Methodenkoffer einer angehenden Erzieherin, eines angehenden Erziehers braucht. Und dieses Jahr musste dieser Methodenkoffer auch besonders genau aufgeteilt werden. Der erste Jahrgang, der nach dem neuen Lehrplan in Vertiefungsgebiete (0 - 10 Jahre und 6 bis 27 Jahre) aufgeteilt ist, sollte sich die Angebote hinsichtlich ihrer Eignung für das eigene Vertiefungsgebiet betrachten. Vor allem in der Schnittmenge der 6 bis 10jährigen bestand Einigkeit, dass die Schwerpunktwoche außerschulische Bildung für jeden etwas zu bieten hat.

Und wie lässt sich diese Methodenvielfalt in das pädagogische Handlungskonzept integrieren? Ganz einfach, indem man Methoden nicht kopiert, sondern sich zu eigen macht. Ausgangssituation der Schwerpunktwoche war eine Stellenausschreibung mit vielen Lücken und Fragezeichen. Was braucht wohl ein Erzieher / eine Erzieherin wenn sie im Arbeitsfeld außerschulischer Bildung tätig sein will? Was muss sie / er mitbringen, außer einen entsprechenden Abschluss? Ein Teil der Fragen wurde in der Podiumsdiskussion am Montag beantwortet. Bernhard Donath vom Stadtjugendamt, Markus Hörner vom Verein Chapeau Claque und Michael Gerstner von ISo e. V. diskutierten die Aufgaben außerschulischer Bildung, das Spannungsfeld von Ganztagsschule und außerschulischer Bildung und standen den Studierenden zu ihren Fragen Rede und Antwort.

Am Ende stand vielleicht immer noch das ein oder andere Fragezeichen in der Stellenausschreibung. Dafür hat so manche, so mancher jetzt das Bewusstsein, dass ihr schon jede Menge Ausrufezeichen mitbringt, die im Lebenslauf einen gut sichtbaren Platz brauchen.

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