Acht Schritte zum Glück

Begegnung mit dem buddhistischen Mönch Ajahn

Ein Schwerpunkt des Wahlpflichtfaches ‚Interkulturelle Erziehung‘ ist der interreligiöse Dialog, wo es darum geht, sich mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten von Religionen auseinander zu setzen. Ziel ist zum einen ein tieferes Verständnis für Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Religionen zu entwickeln und gleichzeitig seinen Blick für die eigene spirituelle Lebensweise zu schärfen.
Ajahn Cattamalo – ein erfahrener Mönch des Klosters - hat sich an diesem Abend viel Zeit genommen um uns in die Grundlagen der buddhistischen Lehre einzuführen. Der Buddhismus – so Ajahn - beschäftigt sich mit Situationen, in denen wir uns alle wiederfinden – eben die Tatsache, dass niemand von uns leiden möchte und wir alle unbedingt glücklich sein möchten. Mittels Meditation und Verständnis der Realität können wir die buddhistische Weisheit unmittelbar auf unseren Alltag übertragen. Buddha nennt als ‚Anleitung zum Glücklichsein‘ den achtfachen Pfad, von welchem uns auch Ajahn an diesem Abend berichtet.
Neben der Weisheit, dem Mitgefühl, der Liebe, der Veränderung und der Achtsamkeit standen vor allem drei Aspekte im Mittelpunkt unseres Gespräches:
Das Bewusstsein: ‚Lerne den Augenblick zu ergreifen! Sammle deinen Geist.‘
Die Gelassenheit: ‚Wir wollen mehr und mehr. Das ist wirkliche Armut – immerzu hungrig zu sein.‘
Die Meditation: ‚Wenn du das trübe Wasser zur Ruhe kommen lässt, wird es klar. Wenn du deinen aufgeregten Geist zur Ruhe kommen lässt, wird dein Handeln gleichfalls klar.‘
Nachhaltig berührt hat uns die einstündige angeleitete Meditation, die wir zunächst als ungewohnte Herausforderung erlebt haben. Gleichzeitig konnten wir erfahren, wie wohltuend die Konzentration auf unseren Atem und das Hier-und-Jetzt doch sein kann. ‚Ich fühle mich so erfrischt, als hätte ich acht Stunden geschlafen‘, so die Rückmeldung einer Studierenden an Ajahn.
Zufrieden, mit vielen Eindrücken und neuen Erkenntnissen, machten wir uns auf den Nachhauseweg. Das Gehörte und Erlebte an diesem ‚buddhistischen Abend‘ wird sicherlich noch nachklingen. Unser Dank geht an Ajahn, der maßgeblich dazu beigetragen hat.
