Alles wirkliche Leben bedeutet Begegnung (Martin Buber)


Uns allen ist noch schmerzlich bewusst, dass ein Zoomgespräch keine wirkliche Begegnung ersetzen kann. - Wie schön, dass es vor diesem Hintergrund nun endlich wieder möglich ist, in den Senegal zu reisen und unsere Partnereinrichtungen zu besuchen. Nach ausgiebiger Recherche war klar, dass der afrikanische Kontinent die Krise bisher besser gemeistert hat als Europa und ein Neubeginn von „echten“ Begegnungen realisierbar ist. - Seit 2014 besteht die Partnerschaft zwischen der Caritas-Fachakademie und unserem Partnerkindergarten in Thiès (Senegal). „Bildung – Begegnung – Solidarität“ – diese drei Schwerpunkte haben wir uns als FAKS damals gesetzt und seitdem eine Vielzahl von Projekten nach diesem Motto gestaltet. Lebendige Partnerschaftsarbeit entsteht, wenn wirkliche kulturübergreifende Begegnungen zwischen Menschen gelingen. Die Reise setzte sich aus vielen Puzzleteilen zusammen – immer mit dem Ziel vor Augen, durch Kooperation gemeinsam die Zukunft für Kinder und Jugendliche zu gestalten.
Besuch unseres Partnerkindergartens St. Jean Baptiste in Thiès: Kindergartenleitung Agnès und ihre Stellvertreterin Jaqueline haben uns herzlich empfangen und bei einem Rundgang durch die Einrichtung einen Blick in ihre pädagogische Alltagsarbeit gewährt. Die Freude über unseren Besuch war groß. Wir konnten bei drei Workshops (Tonen, Schwungübungen, Kleingruppengespräch) hospitieren und waren begeistert von der Atmosphäre. Abschließend haben uns die altershomogenen Gruppen im Garten Lieder und sehr lebendige Tänze präsentiert. Eine Frage habe ich im Gepäck aus dem Senegal mitgenommen: Inwieweit ist es möglich, dass wir unseren Partnerkindergarten bei der Anschaffung von hochwertigen Spielgeräten für den Außenbereich unterstützen?
Spannend war der fachliche Austausch mit den Erzieherinnen und Verantwortlichen des Fachbereichs Kindertagestätten zum Thema Nachhaltigkeit, Elternarbeit und konzeptionelle Besonderheiten in Deutschland und dem Senegal. Das gegenseitige Interesse an der Arbeit war sehr groß und so kam die Idee auf, das Fachgespräch möglicherweise bei einem Gegenbesuch in Deutschland fortzuführen. Dann wäre auch eine Hospitation in den Einrichtungen unseres Hauses St. Elisabeth denkbar.
Dalal ak diam! – Herzlich willkommen! Mit diesem Gruß in Wolof empfing uns Abbée Pièrre, der Direktor des kath. Bildungsreferats der Diözese Thiès. Die gemeinsame Fortbildung in Thiès hat bereits 2018 den Grundstein einer guten Zusammenarbeit gelegt und so waren wir mit Abbée Pièrre und seinen Kolleg/innen schnell im Gespräch und in der Planung von neuen Ideen vertieft.
Ein großer Dank gilt den Freiwilligen Anna Weber und Carolina Bickel sowie Pascal Diouf, die mich begleitet haben und eine große Unterstützung in der Kommunikation (deutsch-französisch) waren. Es wäre schön, wenn uns die beiden nach ihrer Rückkehr von ihrem Leben im Senegal berichten würden. Dankbar bin ich auch für die Gespräche mit dem Jugendpriester Ousario und dem Generalvikar im Maison de Pretre (Priesterseminar), das mich für diese Zeit aufgenommen hat und das ich als offenes Haus sehr geschätzt habe.
Die Begegnungen auf dieser Reise in den Senegal bestätigen unsere langjährige Erfahrung, dass diese Partnerschaft zwischen Caritas-Fachakademie und den Bildungseinrichtungen in Thiès für alle Beteiligten eine große Bereicherung und Inspiration ist. Nun bleibt zu hoffen, dass im nächsten Jahr 2023 wieder der interkulturelle Austausch von Studierenden in den Senegal stattfinden kann. Dafür drücke ich uns allen die Daumen!








