Besuch aus dem Senegal

von Dr. Ulrike Roppelt

„Einfach spitze, dass du da bist!“ – so schallt es wenig später durch den Eingangsbereich. Schnell ist dieses Willkommenslied ins Französische übersetzt und schafft als Icebreaker sofort eine ausgelassene Stimmung unter den jungen Leuten. Gemeinsam mit Lehrkräften und Studierenden möchten wir unserem Besuch heute die Schule und Ausbildung zur Erzieherin/ zum Erzieher präsentieren.
Die senegalesische Gruppe erlebt im Fach Musikpädagogik bei Tobias Wenkemann, wie Studierende in der Praxis Kinder und Jugendliche für Musik und Tanz begeistern. Das gemeinsame Singen und Tun macht allen sichtlich Spaß und zwischendurch werden die deutschen Rhythmen mit senegalesischem Trommelwirbel untermalt. Am Ende hören wir ein Solo, einen spanischen Tanz, den uns Phillip (1a) am Klavier spielt.
Anschließend stellen Johanna und Tina (2a) die Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher fachlich fundiert vor. Als wir zur Pause ins Foyer kommen, erwartet uns eine kulinarische Überraschung. Einige Studierende aus den ersten Kursen haben ein vielseitiges leckeres Buffett für unsere senegalesischen Gäste vorbereitet. Und wie leicht ist es plötzlich, beim gemeinsamen Essen näher in Kontakt zu kommen. Mit einem Sprachen-Mischmasch aus deutsch, englisch und französisch lernt man sich kennen; Heiterkeit, Lachen und das Schießen von lustigen Selfies prägen die Stimmung in der kurzweiligen Pause. Anschließend nehmen uns Sigrid Ertl und Studierende aus dem ersten Kurs mit hinein in das Fach Bewegungspädagogik.
Zahlreiche Spiele ohne Sprache steigern die ausgelassene Stimmung und machen deutlich, wie die angehenden Erzieher:innen den Kindern in der pädagogischen Praxis Bewegungsimpulse geben. Mittlerweile sind Studierende aus allen Klassen in den Seminarraum gekommen um den Besuch kennen zu lernen. Die Trommeln unserer Gäste werden ausgepackt, senegalesische Rhythmen erklingen und zwei junge forsche Senegales:innen animieren die große Gruppe zum Tanz.
„Wenn es am schönsten ist, sollte man aufhören.“ – So sagt man in einem deutschen Sprichwort und so erleben wir es auch an diesem Tag. Gegen Mittag heißt es Abschied nehmen. Maria, Theres und Leonie (1. Kurs) überreichen noch einen Faschingsgruß für unseren Partnerkindergarten Saint Jean Babtiste in Thiès. Dann noch ein Gruppenfoto, gute Wünsche für die Reise und herzliches Händeschütteln zum Abschied. - Im Schulhaus kehrt wieder Ruhe ein. Schön war die Begegnung mit unseren Gästen aus der Ferne. Wir freuen uns schon auf das nächste Wiedersehen! Und wer weiß: Vielleicht sogar im Senegal.



