Briefe für die Freiheit – Post gegen das Vergessen

Eine Aktion von Schule ohne Rassismus – Schule mit Zivilcourage

Rund um den Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember beweist diese Aktion immer wieder, dass sie Außergewöhnliches bewirken kann, wenn Briefe an Regierungen und Behörden geschrieben werden: „Zu Unrecht Inhaftierte werden frei gelassen, Todesurteile aufgehoben, Folter beendet und diskriminierende Gesetze geändert“ (Amnesty 2024). Auch die Studierenden der Caritas-Fachakademie haben sich im Dezember beim Briefmarathon beteiligt und eine Vielzahl an Briefen auf den Weg gebracht. Zum Beispiel für die Menschenrechtsaktivistin Sebnem Korur Financi, die wegen „öffentlicher Verunglimpfung des türkischen Staates“ angeklagt war. Auch für Maryia Kalesnikava wurden Schreiben in die Post gegeben. Sie hatte sich für Meinungsfreiheit in Belarus eingesetzt und wurde zu elf Jahren Haft verurteilt. - Die Briefe können diesen Menschen Mut machen, Energie und Hoffnung geben, weil sie wissen, was auf ihre Regierungen und Behörden zukommt. Die riesige Welle weltweiten Protests und globaler Solidarität zeigt ihnen, dass die Welt sie nicht vergessen hat und vergrößert die Chance, ihre Situation entscheidend zu verbessern. Erste Lichtblicke deuten sich bereits an: So wurde Sebnem bereits im Februar 2025 freigesprochen, Neth Nahara aus Angola wurde aus der Haft entlassen. - Über Amnesty wurden unsere Brief-Appelle gesammelt an die entsprechenden Regierungen und Verantwortlichen weitergeleitet. Die Briefe zu lesen und zu unterschreiben, kostet uns nur wenig Zeit und ist doch ein kleiner Beitrag, um Menschen auf der ganzen Welt zu befreien, ihre Rechte zu sichern, ihnen Hoffnung zu geben und sogar ihr Leben zu retten. Schön, dass es diese Tradition des Briefmarathons an der FAKS gibt und sich die Studierenden von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ jedes Jahr dafür einsetzen. (von Dr. U. Roppelt)






