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„Damit das Leben junger Menschen gelingt!“

Don Bosco 1213
Datum:
Veröffentlicht: 10.11.12
Von:
Martina Schnepf

Studierende lernen die Ressourcenorientierte Pädagogik nach den Grundsätzen der Pädagogik Don Boscos kennen

„Damit das Leben junger Menschen gelingt!“ Wie Don Bosco damals, so setzen auch heute die Mitarbeiter/-innen des Don Bosco Jugendwerkes bei der Situation der Kinder und Jugendlichen an und unterstützen sie bei der Bewältigung ihres Lebens. Die räumliche Nähe und die Kontakte der Fachakademie zum Don Bosco Jugendwerk Bamberg machten es möglich, die Auseinandersetzung mit dem Leben und Werk Don Boscos und die Bedeutung für die heutige Zeit zu verbinden. Die Qualitätsmerkmale der Pädagogik Don Boscos wurden für die Studierenden, die sich innerhalb ihrer ersten Schwerpunktwoche für dieses Thema entschieden hatten, in der Zusammenarbeit mit dem Don Bosco Jugendwerk Bamberg direkt erfahrbar.

Die typischen Qualitätsmerkmale der Pädagogik Don Boscos sind die Nähe zur Jugend, der Glaube an den guten Kern in jedem Jugendlichen, die Pädagogik der Vorsorge, die Wertschätzung im Umgang, die Fröhlichkeit und ansteckender Optimismus, die Gastfreundschaft, die religiöse Praxis, die Erziehungs- und Pastoralgemeinschaft.

Einblick in die Umsetzung in der erzieherischen Praxis bekamen die Studierenden bei einem intensiven Vortrag und Gesprächsaustausch im Josefsheim durch die Erzieher Martin Kaufmann und Sebastian Schlauch, die den Bereich der Heilpädagogischen Wohngruppen vorstellten. Für die Gruppe der Studierenden bedeutete dies die Auseinandersetzung mit einem für sie völlig neuen Arbeitsfeld. Die heilpädagogischen Wohngruppen bieten Hilfen für Kinder und Jugendliche sowie deren Familien in vorübergehender zeitlicher und räumlicher Trennung vom bisherigen sozialen Umfeld an. Wie diese Hilfen im Bereich der Freizeitgestaltung, des Sozialverhaltens, der lebenspraktischen Fähigkeiten und des Schul- und Leistungsbereiches mit dem Konzept Don Boscos in Beziehung stehen, beschäftigte die Studierenden in der anschließenden Unterrichtseinheit.

Den Studierenden wurde deutlich, dass die Gedanken des Leitbilds der Einrichtung in der Praxis gelebt werden. In dem Leitbild heißt es, dass der Stil Don Boscos, davon geprägt war, dass er nicht nur für die jungen Menschen arbeitete, sondern mit ihnen zusammenlebte und herzliche Gastfreundschaft pflegte. Er sorgte stets dafür, dass etwas los war. Er schaffte durch seine Person und durch entsprechende Strukturen eine frohe Atmosphäre. Er entdeckte immer positive Seiten der Kinder und Jugendlichen und entwickelte so für und mit den Kindern und Jugendlichen Berufs- und Lebensperspektiven

Auch in der Zusammenarbeit mit Volker Traumann, dem Leiter des Zirkusprojekts wurde die Bedeutung des pädagogischen Ansatzes, der von den Stärken der Kinder und Jugendlichen ausgeht, deutlich. Die Teilnehmer/-innen der „Don Bosco Gruppe“ konnten eine Schulklasse beim Zirkustraining beobachten und anschließend  im Zirkuszelt Ziele und Inhalte der Zirkuspädagogik im Rahmen ihrer eigenen Gruppe erleben.

„Wie will ich dazu beitragen, dass das Leben junger Menschen gelingt?“ „Was macht mich als Erzieherpersönlichkeit aus?“ „Wie passt die Idee Don Boscos zu mir?“ Die Erfahrungen und Begegnungen in der Schwerpunktwoche gaben nicht nur Antworten, sondern warfen immer auch neue Fragen auf, für die es selbst nach fünf intensiven Schultagen keine endgültigen Antworten gibt.

Don Bosco 1213
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Don Bosco 1213
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