Auf den sternförmigen Zetteln, die am Ende des Adventsgottesdienstes als „Mitgebsel“ ausgeteilt werden und jeder in Händen hält, steht „Frieden“, „Glück“ oder „Hoffnung“ geschrieben und diese Papiersterne sind mehr als nur ein Symbol.
Doch zunächst sind in dem dunklen Raum, den die Studierenden betreten, nur die Umrisse eines großen Sterns, am Boden in der Mitte des Raumes, zu erkennen. Das Kerzenlicht, das den Stern erhellt, ist ein besonderes Licht. Es ist das Friedenslicht aus Bethlehem, das bereits eine Woche vorher bei einem der fünf Adventsimpulse im Mittelpunkt stand.
„Ein-sichten“ war das Thema der Adventsgestaltung 2015 an der Fachakademie und wie bereits in den vergangenen Jahren hatten sich Studierende der ersten Kurse gestalterisch und inhaltlich auf Weihnachten vorbereitet. Die Adventsimpulse vor Beginn des Unterrichts, waren wie Oasen im trubeligen Vorweihnachtsstress und ein Angebot, die Wochen vor Weihnachten bewusster zu erleben. Eine Geschichte, ein Lied, ein Gebet, ein Bild - ganz unterschiedlich und vielfältig war die inhaltliche Gestaltung der einzelnen Impulse. Der Gottesdienst bildete gleichsam den Abschluss und Höhepunkte der Zeit vor Weihnachten an der Fachakademie.
Gleich zu Beginn des Gottesdienstes stellt eine „Faks-TV-Reporterin“ Studierenden der ersten Kurse die Frage, die schon Menschen zur Zeit Jesu beschäftigt hat und damals an Johannes den Täufer gerichtet wurde: „Was sollen wir tun?“ (Lk 3,10). Die Reaktion ist zunächst Achselzucken: „Was kann ich schon ausrichten?“ – „Nichts!“ – „Sollen doch die anderen…“. Dann folgen ermutigende Antworten, die die Studierenden in den biblischen Texten der Adventssonntage finden: „Dem Unglück ein Ende machen“, Fremde aufnehmen“, „die Hände nicht sinken lassen“.
Licht breitet sich aus und mit den Antworten wird es heller im Raum. Kerzen werden angezündet, die Hoffnung von Weihnachten als das Fest der Menschwerdung Gottes wird in Lied- und Gebetstexten spürbar und hörbar. Von der Band begleitet, singt die Gottesdienstgemeinde: „So wächst ein Licht in dir geborgen, die Kraft zu neuem Beginn. Ein Stern vom Himmel gefallen, zieht Spuren von Gottes Macht“. Gestärkt durch die Gemeinschaft und von guten Wünschen, adventlich-weihnachtlich gestimmt, geht man in die Ferien… vielleicht mit neuen Einsichten und mit einem Geschenk, einem Stern in der Hand…
Frohe und gesegnete Weihnachten und alles Gute für das neue Jahr!