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Erstmals Leuchtpolzertifikate an Caritas-Fachakademie für Sozialpädagogik Bamberg

Leuchtpol 1
Datum:
Veröffentlicht: 13.3.11
Von:
Martina Schnepf

,,Energie und Umwelt neu erleben!" von Eva Lederer

Kindern nachhaltige Bildung in den Bereichen Energie und Umwelt zu vermitteln, ist das Ziel von Leuchtpol, einem neuen bundesweiten Bildungsprojekt im Elementarbereich.  „Energie und Umwelt neu erleben!", und das bereits im Kindergarten, lautet das Motto. Erstmals nahmen elf angehende Erzieher und Erzieherinnen der Caritas Fachakademie für Sozialpädagogik am Jakobsberg während ihres Berufsspraktikums an dieser kostenlosen Fortbildungsveranstaltung für Erzieher/-innen teil.

Durchgeführt wurde die Fortbildung von Leuchtpol, gesponsert von E.ON. Die Bamberger waren in Bayern die ersten Erzieher/innen  in Ausbildung, die an der Fortbildung teilgenommen haben. Die Berufspraktikanten konnten während einer zweitägigen Fortbildungsveranstaltung in der Lias-Grube Unterstürmig zunächst die Bedeutung nachhaltiger Entwicklung am Beispiel von Energie und Umwelt kennen lernen. Dazu gab es viele praktische Umsetzungsmöglichkeiten für Kindertagesstätten, beispielsweise beim praxisnahen Experimentieren und Forschen in Lernwerkstätten. Welche Materialien leiten Strom, welche nicht?" hieß eines der Experimente. Am Ende erhielt jede Berufspraktikantin, jeder Berufspraktikant die Aufgabe, in seiner Kindertagesstätte eigenständig ein Projekt zu einem Umweltthema zu planen,durchzuführen und zu dokumentieren.

Mit der feierlichen Übergabe der Leuchtpolzertifikate durch Ulrike Schaefer, Leiterin des Leuchtpol-Regionalbüros Bayem, sowie Schulleiter Jürgen Melber in der Caritas- Fachakademie für Sozialpädagogik endete die Fortbildungsveranstaltung.

Am Abschlusstag präsentierten alle Teilnehmer ihre Leuchtpol-Praxisaufgabe.Beim Festakt, der Übergabe der Leuchtpolzertifikate und Apfelbäumchen als nachhaltiges Geschenk, konnte Hausherr Jürgen Melber neben den Berufsraktikanten auch Vertreter von Caritas, dem Umweltreferat der Stadt Bamberg, sowie einige Stadträte begrüßen. ,,Energie und Umweltsind gute und wichtige Themen in der heutigen Zeit. Umdenken reicht aber nicht, wir müssen auch handeln!", bedankte sich der Schulleiter bei den Praktikanten für deren Engagement. Dass Themen wie Energie und Umweltschutz durchaus schon im Kindergarten angesprochen werden können, meinen Ulrike Schaefer und ihr Team aus der Lias-Grube Unterstürmig. ,,Es geht darum, die Fähigkeit der Kinder schärfen, bei Umweltthemen kritisch nachzufragen. Bereits die Kleinen können sich bewusst  machen, dass ihr persönliches Verhalten, etwa mehrmaliges Duschen am Tag, sich auf die Umwelt auswirkt."  Viel Lob spendete die Fachfrau den elf Berufspraktikanten für die Umweltprojekte, die sie in ihren Kindertagesstätten durchgeführt hatten: ,,Tolle Projekte, und sehr gut praktisch umgesetzt!" Die Praktikantin Alicia Weiss etwa präsentierte den Verwandlungsroboter ,,Skywalker oder Veronika", den sie im AWO-Kindergarten Gochsheim zusammen mit acht Vorschulkindern in Gemeinschaftsarbeit aus Elektroschrott gebaut hatte. Ziel ihres Projekts war es, aus Altem etwas Neues herzustellen. Damit wurde Energie gespart und die Umwelt geschont. Vorher durften die Kinder drei alte Radiogeräte aufschrauben und das Innenleben begutachten. Die Kleinen waren mit Begeisterung dabei. Während des Projekts sprach die Praktikantin mit den Kindern viel über Strom, über unterschiedliche Stromquellen, Vor- und Nachteile der verschiedenen Kraftwerke und deren Gefahren für Mensch und Umwelt. Allmählich entwickelten die Kinder ein Bewusstsein dafür, mit Energie sparsam umzugehen. Gemeinsam bauten die Vorschulkinder einen Stromkreis zusammen und stellten ein Gegenteilspiel her, bei dem sie zu Bilden von Elektrogeräten eine stromlose Alternative finden und fotografieren sollten. Für Alicia Weiss hat sich die freiwillige Leuchtpol-Fortbildung auf alle Fälle gelohnt. Sie will, wie die meisten Praktikanten, ihr Umweltprojekt im Kindergarten weiterführen.