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„Es ist nicht immer leicht, dazusein, aber es ist gut, dass es mich gibt.“

Kett-Seminartag 2020
Datum:
Veröffentlicht: 17.2.20
Von:
Lisa Petschner

Im Sinne dieser Worte Kinder zu einer bejahenden Lebenseinstellung zu ermutigen – das ist die erste Aufgabe einer ganzheitlich-sinnorientierten Pädagogik, auch bekannt unter dem Namen Kett-Pädagogik.

Am zweiten Seminartag des religionspädagogischen Zertifikats beschäftigten sich Studierende aus dem Berufspraktikum und OptiPrax 3 damit. Die Referentinnen Margit Kaiser und Johanna Jarzina luden dazu ein, verschiedene existenzielle Themen ganzheitlich-sinnorientiert zu erschließen. So setzten wir uns in Körperübungen, durch gemeinsames Singen und die Gestaltung von Bodenbildern beispielsweise mit Dunkelheit und Ängsten, Ostern in der Krippe und Schätzen der Natur und Schätzen in uns auseinander.

Wir nahmen uns den Tag Zeit, zum einen selbst ausführlich Methoden zu erproben und diesen nachzuspüren. Dabei konnten wir zahlreiche Eindrücke immer wieder in Legearbeiten mit vielseitigem Material zum Ausdruck bringen. Zum anderen reflektierten wir die Einheiten, wobei es durch die vielen Praxiserfahrungen der Referentinnen und der Studierenden zu einem regen Austausch kam.

Deutlich wurde, dass es in der Kett-Pädagogik um die Entwicklung grundlegender Haltungen geht. Um das Bestärken der Kinder in ihrem Dasein und die Entwicklung einer Daseinsfreude, um ein Eingebundensein in die Welt und den achtsamen und wertschätzenden Umgang mit der Mitwelt. Ebenso betonten die Referentinnen daher, wie verantwortungsvoll und bedeutsam der Beruf der angehenden Erzieher und Erzieherinnen ist. Diese Wertschätzung und ein Miteinander war auch den ganzen Tag über spürbar. Ausgestattet mit vielen Anregungen für die Praxis ging der zweite Seminartag zu Ende, den man mit Schlagworten der Studierenden aus der abschließenden Blitzlichtrunde auch als „divers“, „vielfältig“ und „supidupi“ beschreiben kann.

Kett-Seminartag 2020
Kett-Seminartag 2020
Kett-Seminartag 2020