Fr. Schreiber - die neue Schulleitung der Caritas-Fachakademie

Noch sind die 100 Tage seit Beginn meiner Tätigkeit an der Caritas Fachakademie noch nicht ganz vorbei. Aber es ist Zeit mich vorzustellen und einen kurzen Blick auf die letzten Monate zu werfen.
Eine Fachakademie zu leiten und dort zu unterrichten, ist das, was ich meinen „Taumberuf“ nenne. Über neun Jahre konnte ich bereits in Coburg an der Fachakademie der GGSD Erfahrungen sammeln und dort die Schule leiten. Und seit ca 20 Jahren unterrichte ich an unterschiedlichen Fachakademien. Ich weiß seit dieser Zeit, dass es ein bereicherndes Arbeiten mit den Studierenden ist, die in der Regel mit Begeisterung und Überzeugung die Ausbildung zur Erzieherin, zum Erzieher gewählt haben. Diese jungen Menschen zu begleiten, Ihre Kompetenzen zu stärken und Sie zu befähigen mündige Kinder und Jugendliche zu erziehen, ist mein Ziel.
Ich freue mich sehr, wieder in Bamberg arbeiten zu dürfen. In dieser Stadt habe ich sowohl Soziale Arbeit als auch Lehramt an beruflichen Schulen (mit den Fächern Sozialpädagogik, Gesundheitspädagogik und Religionspädagogik) studiert. Hier habe ich im Rahmen der Hausaufgabenbetreuung Kinder in der Gereuth unterstützt und später beim Sozialdienst Katholischer Frauen hörbehinderte Menschen beraten. Ich lebe mit meinem Mann in der Nähe von Bamberg, wir sind Eltern von zwei erwachsenen Töchtern, die seit längerem ihre eigenen Haushalte haben. Noch erlaubt es das Wetter, das ich täglich mit dem Rad zur Arbeit fahren kann, was ich sehr genieße.
Ein Wechsel der Arbeitsstelle ist aber nicht nur ein Wechsel von einem Ort zu einem anderen. Es bedeutet, sich mit neuen Menschen und einem neuen System vertraut zu machen. Das braucht Zeit. Die KollegInnen und MitarbeiterInnen an der Fachakademie haben es mir aber leicht gemacht, sie haben meine vielen Fragen geduldig beantwortet und mich immer wieder unterstützt. Die Studierenden haben mich neugierig und wohlwollend aufgenommen.
Die Covid-19 Pandemie hat in den letzten Monaten uns leider doch in einigen Bereichen beeinträchtigt. Zwar können wir unterrichten, teils in Präsenz, teils über die Schulcloud oder Zoom, aber viele „Extras“, die die Fachakademie ausmachen (wie gemeinsame Feiern, Auslandspraktika, Exkursionen, Fahrten), mussten gestrichen oder umorganisiert werden. Durch die Kreativität und das Engagement der Lehrkräfte konnten aber neue Formen gefunden werden, so dass ich immer wieder erleben durfte, dass hier eine lebendige, aktive und verantwortungsvolle Schulgemeinschaft existiert. Teil dieser Gemeinschaft zu sein, sie zu begleiten und mitzugestalten, freut mich sehr.
Voller Zuversicht und Neugierde schaue ich auf die nächsten Jahre:
auf ko-konstruktive Diskussionen und Gespräche,
auf neue Studierende und Begegnungen,
auf Abschlussfeiern und Gottesdienste,
und auf den ganz normalen Schulalltag!