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Fünf Erzieherinnen bekamen auch das Felix-Zertifikat

FAkS 08 Felix
Datum:
Veröffentlicht: 29.7.08
Von:
Klaus-Stefan Krieger

In der Caritas-Fachakademie für Sozialpädagogik in Bamberg wurden die Urkunden übergeben

58 Absolventinnen und Absolventen der Caritas-Fachakademie für Sozialpädagogik in Bamberg erhielten gestern im Rahmen einer Feier ihre Urkunden als staatlich anerkannte Erzieher bzw. Erzieherinnen. 32 erwarben als Zusatzqualifikation das Religionspädagogische Zertifikat. Fünf Erzieherinnen wurden mit dem „Felix“ ausgezeichnet, dem Musik-Zertifikat „Singen mit Kindern“.

In seiner Ansprache bei der Verleihung der Urkunden unterstrich Schulleiter Jürgen Melber, dass der Erzieherberuf nicht nur fachliche Kompetenz, sondern auch Persönlichkeit erfordere. Sie sei die Voraussetzung für Professionalität und Qualität in der Arbeit mit Kindern.

Als Stärke der Ausbildung an der Caritas-Fachakademie nannte auch der stellvertretende Diözesan-Caritasdirektor Helmar Fexer die Persönlichkeitsbildung. Unterricht und Praktika bereiteten nicht nur auf die Anforderungen des Berufes, sondern auf das Leben selber vor.

Als eine Besonderheit der Bamberger Fachakademie nannte Fexer, der den Diözesan-Caritasverband als Träger der Schule vertrat, das Religionspädagogische Zertifikat. Was die Fachakademie unter dem Namen „Kirchliche Sendung“ entwickelt habe, sei zum Vorbild für das 2005 an allen bayerischen Fachakademien eingeführte Religionspädagogische Zertifikat geworden. Die Zusatzqualifikation befähigt, in besonderer Weise an der religiösen Erziehung von Kindern und Jugendlichen in Gemeinden und sozialpädagogischen Einrichtungen mitzuwirken.

Bei einem Gottesdienst in der Jakobskirche erhielten 32 Erzieherinnen und Erzieher des Abschlussjahrgangs dieses Zertifikat.

Eine weitere Spezialität der Caritas-Fachakademie in Bamberg ist der im vergangenen Jahr erstmals verliehene „Felix“. Das Zertifikat bescheinigt eine „überdurchschnittliche Befähigung zum Singen und Musizieren mit Kindern“.

Dass die Bamberger Einrichtung als einzige Fachakademie in Süddeutschland den „Felix“ vergeben könne, führte Musik-Dozent Tobias Wenkemann auf die besonderen Fördermöglichkeiten seiner Schule zurück. Neben dem normalen Musikunterricht und vielen musischen Wahlfächern gebe es spezielle Musikseminare. Seit 2003 produzierten Studierende jährlich ein Musical. Das aktuelle Stück „Abgestürzt“ habe 2.500 Besucher angelockt. Für den „Felix“ entscheidend sei auch die Zusammenarbeit mit dem Sängerbund, der vor Ort besonders aktiv sei.

Für den Deutschen Sängerbund wies dessen Vizepräsident Wolfram Brüggemann darauf hin, dass im Elternhaus immer weniger gesungen werde. Deshalb müssten Erzieherinnen diese Aufgabe übernehmen. Leider singe man aber auch in Kindergärten nicht täglich. Deshalb zeichne der Sängerbund Kindergärten, welche die musikalische Entwicklung der Drei- bis Sechsjährigen in besonderem Maße förderten, mit dem Gütesiegel „Felix“ aus. Der „Felix für Erzieherinnen“ ermögliche diesen Kindergärten, für sie besonders geeignetes Personal einzustellen.

Brüggemann unterstrich die positive Wirkung des Singens bei Kindern. Es fördere sowohl die Intelligenz als auch die sozialen Fähigkeiten. Eine Studie aus Berlin habe gezeigt: „Kinder, die aktiv musizieren, sind sensibler, seelisch stabiler, sozial engagierter, geistig beweglicher.“ Singen stärke sogar das Immunsystem.

Zusammen mit Peter Märkel, dem Vorsitzenden des Sängerkreises Bamberg, überreichte Brüggemann den „Felix“ in diesem Jahr an die frisch gebackenen Erzieherinnen Johanna Jarzina, Michaela Jost, Isabel Miletic, Susanne Strobel und Silke Zeppenfeld..

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