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‚Ihr sollt die Menschen froh machen!‘

Besuch von Bischof André
Datum:
Veröffentlicht: 14.10.19
Von:
Ulrike Roppelt
‚Wenn ich in Deutschland bin, dann komme ich euch auf jeden Fall besuchen‘, so Bischof André aus Thiès (Senegal) in seiner Videobotschaft zur Anerkennung der Fachakademie als Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage im April 2019.
Besuch von Bischof André

Er hatte uns damals zugesagt, uns als Pate bei unserem Anliegen zu unterstützen. Und nun hat er sein Besuchs-Versprechen eingelöst.

Einen ganzen Vormittag nahm er sich Zeit, um die Schule kennen zu lernen und mit Studierenden und Lehrkräften ins Gespräch zu kommen. Begleitet wurde der Bischof durch Abbé Moise (Priesendorf) und Pater Roberto (Referat Weltkirche). Zunächst im kleinen Kreis stand das Thema ‚Ausbildung von Erzieher*innen‘ im Mittelpunkt. Daran anknüpfend stellten Studierende aus dem OptiPrax die Besonderheiten ihrer Ausbildung vor und diskutierten ihre Erfahrungen mit dem Bischof. Als die OptiPrax’ler die Legende vom Rosenwunder unserer Namenspatronin Elisabeth auf Französisch vortrugen, waren wir doch alle erstaunt, dass Bischof André diese Heilige aus Thüringen vertraut war. ‚Erzieher*in zu sein ist eine Berufung zum Dienst an den Menschen‘, gab uns Bischof André mit auf den Weg. ‚Denkt an den Wunsch der heiligen Elisabeth: Auch ihr sollt die Kinder und Jugendlichen lieben und sie froh machen!‘

Mit einem Korb voller Rosen aus unserem Schulgarten zog die Delegation weiter zum Werkraum, wo uns die ersten Kurse empfingen und uns einen kleinen Einblick in das kreative Gestalten gaben. ‚Na nga def?‘ (Wie geht es Ihnen?), begrüßten die Studierenden den Bischof auf Wolof – und waren wenige Augenblicke mit ihm im angeregten Gespräch über die Bedeutung von Nachhaltigkeit und die Fridays-for-Future-Demos. Es war schnell klar, dass diese Themen auch die Menschen im Senegal sehr bewegen. Sie sind es, die bereits jetzt mit den massiven Auswirkungen des Klimawandels kämpfen, setzte doch die Regenzeit in diesem Jahr mit großer Verspätung ein, so dass die Lebensgrundlage vieler Menschen gefährdet ist. In den Korb des Bischofs wanderte ein Brotzeitbrettchen mit guten Wünschen und einem eingebrannten Zitat: ‚Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will.‘ -

Erwartet wurde die Delegation nun von Vertreterinnen aus den 2. Kursen, die dem Bischof mit kurzen Statements zur FAKS als Courage-Schule verdeutlichten, warum ihnen dieses Engagement so wichtig ist. Die Gedanken führten auch hier wieder in einen interessanten Austausch. Als Verantwortlicher für den interreligiösen Dialog im Senegal liegt Bischof André dieses Thema sehr am Herzen. ‚Schreibt mir! Ich freue mich sehr, wenn ihr mir eure Erfahrungen berichtet und wir im Gespräch bleiben.‘ Eine Stoff-Tasche wurde dem Bischof hier mitgegeben als Symbol für ein ‚Taschen-Projekt‘, das in Kooperation mit Jugendlichen aus Thies geplant ist.

Die letzte Station führte uns zu den Studierenden im SPS I, die uns mit einem Lied begrüßten und sich besonders für die Esskultur und Bildung im Senegal interessierten. Doch schon bald brachten uns die Trommelrhythmen von Abbé Moise gemeinsam in Bewegung – ein schöner, ausgelassener Abschluss für diesen Tag mit vielen spannenden Gesprächen, herzlichen Begegnungen und viel gegenseitigem Respekt. Fröhlich winkend ruft uns Bischof André noch zum Abschied zu: ‚Ba beneen yoon, auf Wiedersehen – hoffentlich auch mal im Senegal!‘

(von Dr. Ulrike Roppelt)

Besuch von Bischof André
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