Kneippsche Kaffeetasse – ein echter Wachmacher!

In der Woche vom 21. Oktober bis 25 Oktober 2019 beschäftigten sich 24 Studierende der ersten Kurse mit dem pädagogischen Konzept nach Sebastian Kneipp.
Pfarrer Sebastian Kneipp lebte von 1821 bis 1897. Kneipp musste schon in jungen Jahren in der Webstube, in der ein staubiges und feuchtes Klima herrschte, mitarbeiten. Dies hatte zur Folge, dass Sebastian Kneipp im Laufe seines weiteren Lebens an einem Lungenleiden erkrankte und die Ärzte keine Chancen auf Heilung sahen. Kneipp entdeckte auf seinem Leidensweg die Wasserkur, die er an sich selbst ausprobierte und die ihm half gesund zu werden. Dieses Wissen wollte er nicht für sich behalten und so war es ihm, nicht nur als Pfarrer wichtig, sich um den ganzen Menschen zu kümmern und diesen mit Leib und Seele in den Blick zu nehmen, und die Menschen zu einer ganzheitlichen Veränderung der Lebensweise zu bewegen.
Sicher stellt man sich jetzt die Frage, warum sich angehende Erzieher und Erzieherinnen mit dem Gesundheitskonzept von Pfarrer Sebastian Kneipp beschäftigen. Sebastian Kneipp hat sich mit fünf Wirkprinzipien (Ernährung, Wasser, Kräuter, Bewegung und Lebensordnung) beschäftigt.
Im Rahmen der Schwerpunktwoche konnten die Studierenden, diese Prinzipien an sich selbst erproben und sich mit der Umsetzungsmöglichkeiten im Kindertagesstättenbereich auseinandersetzen. Beindruckt waren die Studierenden von der Kneippschen Kaffetasse, einem Armbad, um eine der Methoden an dieser Stelle herauszugreifen. So schilderten die Studierenden ihre Erfahrungen: „Das Armbad war mein persönliches Highlight, da ich mich danach viel fitter gefühlt habe und das Gefühl bis zum Abend anhielt.“ „Mein Wunsch wäre es das Armbad in den Schulalltag zu integrieren.“ „Man fühlt sich unglaublich fit, es ist besser als jeder Kaffee:)“.
Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass dieses positive Gefühl auch ein Themenschwerpunkt in der praktischen Umsetzung dieser Woche darstellte. So gestalteten die Studierenden einen Kneippaktionstag in der Kindertagesstätte St. Elisabeth in Bamberg. Sechs Stationen wurden von den Studierenden geplant und umgesetzt. Hierzu zählen eine Kräuterdruckstation, Bewegungsspiele zum Thema Igel, eine Kastanienmassage, das Legen eines Naturmandalas, die Erzählung des Märchens Frau Holle und das Kneippsche Armbad. Die Kinder der Tagesstätte nahmen mit Begeisterung an den Stationen teil und entdeckten neugierig und offen die unterschiedlichen Einheiten, so dass es am Ende des Tages auch Tränen gab, da nicht alles ausprobiert werden konnte. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an das gesamte Kindergartenteam und vor allem die Erzieherin Theresa Uttenreuther, die als Ansprechpartnerin zum Gelingen des Tages beigetragen hat.
In dieser Woche durften nicht nur die Kinder der Kindertagesstätte die Kneippsche Kaffetasse ausprobieren. So bestand auch für Caritasmitarbeiter im Rahmen der Veranstaltung „Brainfood -zum Middoch, was Gscheid´s“ die Möglichkeit im Rahmen der Mittagspause das Kneippsche Armbad zu testen. Vier Studierende gaben so ihr Wissen und ihr Erleben der Woche weiter und freuten sich über das rege Interesse und die Begeisterung von Lehrkräften und Caritasmitarbeitern aus anderen Bereichen.