Zum Inhalt springen

Lichtblicke

Lichtblicke - Nahostkonflikt 2023
Datum:
Veröffentlicht: 22.11.23
Von:
Ulrike Roppelt

Am 7. Oktober startete die Terrororganisation Hamas vom Gazastreifen aus einen Großangriff auf Israel. Dabei wurden 1400 Menschen getötet und mehr als 240 als Geiseln verschleppt. Seitdem eskaliert die Gewalt in Israel und Palästina. – Wir alle sind entsetzt über diese Ereignisse und doch geht der Schulalltag weiter seinen gewohnten Gang. Im Gespräch mit Studierenden aus dem 2. Kurs kam vor diesem Hintergrund der Wunsch auf, den Schulbetrieb einfach mal anzuhalten, innezuhalten und dem aktuellen Geschehen in Nahost Raum zu geben für ‚Lichtblicke‘. – Vielleicht löst dieser bewusst gewählte Titel Verwunderung aus? - Unser Blick wird tagtäglich in den sozialen Medien auf die scheinbar hoffnungslose Situation in Nahost gerichtet. Dabei vergessen wir manchmal, dass es auch Lichtblicke gibt. Menschen und Organisationen, die sich für Frieden einsetzen und einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung leisten. Studierende aus dem 2. Kurs hatten deshalb für die morgendliche Schulveranstaltung Texte, Gedanken und Lieder zusammengetragen, die uns allen Mut machen sollten und die in dem 30-minütigen Innehalten an der FAKS im Fokus stehen.

Wir hören zu Beginn einen musikalischen Lichtblick: Ein Lied vom Edgar Knecht Orchester aus Kassel, das seit 2015 zusammen mit dem syrischen Pianisten Aeham Ahmad Musik macht. Es wird das Gedicht ‚Hoffnung wider alle Hoffnung‘ vorgetragen, das auf die Bildungsarbeit des Rossing Centres Jerusalem hinweist, wo christliche, jüdische und muslimische Kinder gemeinsam unterrichtet werden. Wir lenken unsere Aufmerksamkeit auf weitere Lichtblicke: Das israelisch-palästinensische Restaurant in Berlin, das West-Eastern-Orchestra von Daniel Barenboim, den Marsch der Frauen für Frieden in Israel und Palästina, die interreligiöse Fraueninitiative und das Zelt der Religionen in Bamberg. Für jeden genannten Lichtblick zünden Studierende Kerzen an, die nach und nach den Raum erleuchten. Diese Initiativen zeigen uns: nicht die Menschen mit ihren unterschiedlichen Religionen sind das Problem‘. ‚Es geht um Geld, wirtschaftliche Interessen, Bodenschätze und um die Herrschaft über Völker. Es ist kein Religionskrieg! Nein. Die Religionen wollen Frieden, wir alle! Den Krieg wollen andere.‘ (Papst Franziskus). ‚Und diesen anderen können wir uns entgegenstellen‘, so die Worte der Studierenden, die zum Lied ‚Was keiner wagt‘ überleiten. - Im Liedtext heißt es am Ende: Wo alles dunkel ist, macht Licht! Das heißt, jede/r von uns kann ein Lichtblick sein und etwas zum Frieden beitragen. Wir können manchmal mehr bewirken, als wir denken! Das sollten wir nicht vergessen. Mit diesen Gedanken, ernst und konzentriert laufen wir ins Freie, jede/r mit einem Teelicht in der Hand. Es ist ein hoffnungsvolles Bild, als sich die gesamte Schulgemeinschaft um das skizzierte Friedenssymbol im Hof gruppiert und wir abschließend das Friedensgebet der Vereinten Nationen hören. (von Dr. Ulrike Roppelt)

‚Unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. Unsere Aufgabe ist es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnloser Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, auf dass unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen „Mensch“ tragen.‘

Lichtblicke - Nahostkonflikt 2023
Lichtblicke - Nahostkonflikt 2023
Lichtblicke - Nahostkonflikt 2023