Ob sprechen oder schweigen - wir geben immer etwas von uns preis

Schwerpunktwoche Kommunikation und Gesprächsführung für die zweiten Kurse
In der Schwerpunktwoche Kommunikation und Gesprächsführung setzten sich die zweiten Kurse mit dem Thema auseinander, wie unsere tägliche Kommunikation funktioniert, was alles dabei zu berücksichtigen ist und wie unterschiedlich kleinste Worte und Gesten interpretiert werden können.
„Was kann man eine Woche lang über Kommunikation lernen?“ Das hatten sich zu Beginn einige Studierende gefragt. Aber am Ende der Woche stellten sie fest, dass es sogar sehr viel dazu zu sagen gibt. In drei Gruppen eingeteilt, beschäftigten sich immer 20 Studierende mit einer Lehrkraft, die für jeweils eine unterschiedliche Theorie verantwortlich war, mit Grundlagen der Kommunikation und Gesprächsführung und bezogen diese auf Situationen aus der Praxis. Dabei wurden Paul Watzlawick, Schulz von Thun und der Systemische Ansatz näher vermittelt. Täglich wechselten die Gruppen eine Station weiter, so dass jede/r alles kennen lernte.
In der Praxis am geeignetsten umzusetzen ist sicherlich das Kommunkationsmodell von Paul Watzlawick, der mit seinen fünf Axiomen verdeutlicht, dass diese in jeder Situation mit kommunikativem Charakter gelten. Aber auch Schulz von Thun kann durch sein Vier - Ohren - Modell zeigen, wie Situationen oftmals zu Missverständnissen führen und damit in Auseinandersetzungen enden. Eine große Herausforderung stellte sicherlich der Systemische Ansatz dar, doch hier konnte Herr Bleuel mit größter Geduld alle Fragen beantworten, die den Studierenden auf dem Herzen lagen. Dabei fiel auf, dass besonders der vierte Tag ergiebig war, als die Studierenden ihre gespielten Situationen auf Videokamera sahen und die Szenen ausführlich besprochen wurden. Selbstkritisch sahen die Darsteller/-innen ihr eigenes Verhalten und lernten, wie sie durch Gestik und Mimik beim Gegenüber wirken.
Bei der Abschlussreflexion zeigten sich die Studierenden beeindruckt, da sie „niemals gedacht hätten, dass bei Kommunikation so viel zu beachten ist und sie in Zukunft viel mehr berücksichtigen, was sie wie anderen mitteilen wollen.“ Und damit war die Einfangsfrage beantwortet, was man alles in einer Woche über Kommunikation erfahren kann. Denn warum entstehen überhaupt die ganzen Missverständnisse, wenn Kommunikation so einfach wäre?



