Reggiopädagogik live


Schön, dass auch Annika sich per Zoom in unsere Grupoe zuschalten konnte. Sie absolviert aktuell ihr Berufspraktikum in der deutschen Schule Rom. - Marie Treuber, Studierende im Anerkennungsjahr und unsere Gastgeberin an diesem Tutorentag, präsentierte uns ihre Kita, die nach der Reggiopädagogik arbeitet. Zunächst erläuterte Marie fachlich kompetent die Grundpfeiler dieses Ansatzes anhand von Zitaten und las uns das Gedicht ‚DIe 100 Sprachen der Kinder‘ vor, das das Bild vom Kind in der Reggiopädagogik poetisch auf den Punkt bringt. Hier arbeiten die Erzieher:innen ganz gezielt mit den Stärken der Kinder. Das Konzept wurde in den 1970er Jahren unter Federführung des Lehrers Loeis Malaguzzi in der italienischen Stadt Reggio Emilia entwickelt. Der anschließende Rundgang in der Coburger Einrichtung hat uns gezeigt, dass die Reggiopädagogik im Kinderhaus Leo nicht nur ein Aushängeschild ist, sondern in all ihren Facetten gelebt wird. Unsere Tutorengruppe war richtig begeistert vom bunten Treiben der spielenden Kinder in den vielfältigen Funktionsräumen. Hier können sie sich individuell und nach ihren Möglichkeiten entfalten und in Projekten agierten, die ihre unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten fördern. Wir sahen ein Konstruktionszimmer, mehrere Ateliers, gemütliche Leseecken am Fenster, einen Wohnraum statt einer Puppenecke, einen Ruheraum, eine Mikroskop-Ecke, ein Bewegungszimmer mit Matratzen und einen mit Hammer, Bohrmaschine und Sägen ausgestatteten Werkraum. Dazu überall kreative Formen der Dokumentation von Lernprozessen und deutliche Spuren einer gelebten Interkulturalität. Fasziniert hat uns das Forschereck, wo Kinder kaputte Elektrogeräte auseinandernehmen können. In jedem Raum eine neue Inspiration, die wir mit Fotos und Notizen festgehalten haben.
Wir sind sehr dankbar für diesen inspirierenden Tag, den uns Marie im Kinderhaus Leo ermöglicht hat. (von Dr. U. Roppelt)















