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„Segele op de boot“

Segeln 7
Datum:
Veröffentlicht: 18.7.10
Von:
Martina Schnepf

Studierende der zweiten Kurse erleben ongeloofelijke Woche

Nach erfolgreich absolvierten Abschlussprüfungen fuhren wir direkt nach dem WM-Finale, in das Land des Vizeweltmeisters, um eine letzte gemeinsame Woche im Klassenverband zu verbringen, wie es ab dem Berufspraktikum nicht mehr möglich sein wird. Die Idee eines Segeltörns stellte sich dabei nach vorherigen Bedenken, auf dem Segelschiff essen, schlafen und auf engstem Raum miteinander auskommen zu müssen, als eine „ongeloofelijke“ (dt. unglaubliche) Erfahrung heraus. 

 

Am Montag, dem 12. Juli 2010, kamen wir nach neun Stunden Busfahrt in der Hafenstadt „Hoorn“ an, die auf einer Landzunge im niederländischen Ijsselmeer liegt. Das erste Zusammentreffen mit unserem Segelschiff „Sybaris“ und den beiden Skippern Richard und Freya, also den verantwortlichen Schiffsführern, ließ einen ersten Ausblick auf die uns bevorstehenden Tage zu.    

Eine kleine Segelkunde mit Richard war dabei Voraussetzung dafür, dass wir erlernten, Seile zu spannen, Segel zu hissen und mit wichtigen Segelbegriffen umgehen zu können. Abhängig vom Wind und der Wetterlage, ergab sich bereits an unserem ersten Tag eine Kursänderung und wir schafften es sogar bis in den Hafen nach Medemblik zu segeln, um dort über Nacht anzulegen.  

 

Die erste Übernachtung auf unserem Segelschiff ließ uns zu neuen Kräften kommen und wir vereinbarten mit unseren Skippern die neue Tagesroute. Es sollte heute nach Den Oever gehen, einer Stadt, die direkt an der Spitze Nordhollands liegt. Während der Segelfahrt stellten wir unsere neuen Segelfähigkeiten unter Beweis und hatten uns eindeutig die Belohnung verdient, inmitten des Ijsselmeeres den Anker auszuwerfen und über den Bug der „Sybaris“ in das kühle Meereswasser zu springen.

 

Da sich die Fahrtstrecke aber neben dem niederländischen Ijsselmeer auch über das Wattenmeer mit den dazugehörigen Nordseeinseln erstreckt, war am  Mittwoch unser Tagesziel der Hafen in Oudeschild, welcher auf der Insel Texel liegt. Nach dem Durchfahren der Schleuse, um in das Wattenmeer zu gelangen, liefen wir am Nachmittag auf dem Meeresboden auf, da sich aufgrund der Gezeiten das Meer zurückzog und die Ebbe einsetzte. Wir kletterten von Bord und konnten es nicht glauben, dass wir uns gemeinsam mit Krebsen, Quallen und Wattwürmern auf dem Meeresgrund befanden. Nachdem am Abend die Flut wieder einsetzte, erreichten wir unser Tagesziel in Texel 

 Dass sich die Wetterlage tatsächlich über Nacht ändern kann, erlebten wir am Donnerstag, als wir bei Windstärke 8, also bei einer Windgeschwindigkeit von 62 – 74 km/h, nach Enkhuizen segelten. 

 

Aufgrund des stürmischen Windes erlangten wir unser Tagesziel schon am Nachmittag und hatten so die Möglichkeit, uns in der Hafenstadt mit den einzigartigen Häuserbauten und den niederländischen Läden und Cafes in der Innenstadt umzuschauen. Nach der anstrengenden Segeltour am Vortag, segelten wir am Freitag nach Hoorn zurück, beluden unseren Reisebus und verabschiedeten uns von unseren beiden Skippern mit den Versuch, dies auf Niederländisch zu tun:

 

Dank u well Richy und Freya für diese ongeloofelijke Woche op de boot!“

 

Ein Bericht von Manuela Pleithner 2 b

 

Bericht der A Klasse folgt