Wie wollen wir leben?

Fortbildungsreise zum Thema „nachhaltige Bildung“ auf der Insel Samos

Die Fortbildung beginnt mit der Vorstellung des griechischen Bildungs-Systems durch Panos und der Präsentation von Archipelagos durch die Mit-Begründerin Anastasia. Das Institut wurde gegründet, um dem dringenden Bedarf an Schutz in den Meeren Rechnung zu tragen.- Wir sind fasziniert vom Engagement der Mitarbeitenden und mit wieviel Herzblut sie sich für den Erhalt der Biodiversität einsetzen. Am Nachmittag berichtet uns Beatrice (Doktorandin) von ihrer Arbeit im Institut und begeistert uns für den Erhalt der Biodiversität – das wohl wichtigste Gut unseres Planeten. Die Fotos der wilden Orchideen faszinieren uns besonders und mit etwas Glück werden wir sie bei unserer Wanderung entdecken. - Der thematische Input des Tages gibt viele Denkanstöße, auch für die Ausbildung an der FAKS und so schlendern wir nachdenklich zurück zu unserer ‚base‘.
Tag zwei: Heute sitzen wir mit 25 Grundschüler*innen im Vortragsraum des Instituts. Anastasia erzählt den Kindern vom Leben der Tiere und Pflanzen im Mittelmeer und präsentiert ihnen die Schönheit des Meeres als Lebensraum, den es zu schützen gilt. Auf einem Flipchart werden anschließend Ideen gesammelt, wie die Kinder sich für den Erhalt des Ökosystems einsetzen können.
Tag 3: Hautnah können wir das Thema des Vortages erleben, als wir am Strand vor dem Institut Müll aufsammeln: Flaschen, Becher, Netze, Seile, Zahnbürsten, Styropor. Auf einem Abschnitt von ca. 100 Metern befüllen wir ganze acht Müllsäcke. Wir sind ziemlich geschockt, was wir da alles zwischen den Steinen entdecken. Eine gute Möglichkeit, Kinder und Jugendliche für die Plastikproblematik zu sensibilisieren. Mit der APP ‚Clean Swell‘ kann man den Müll kategorisieren und an Studien zur Verschmutzung der Strände beitragen. Am Ende unseres Fortbildungstages präsentieren wir Ergebnisse aus drei Arbeitsgruppen, wie wir die Themen Respekt vor der Natur und Schutz der Artenvielfalt, Umgang mit Ressourcen und Müllvermeidung sowie Upcycling in unseren Einrichtungen umsetzen könnten. An der FAKS könnten wir zum Beispiel unseren Papierkonsum reduzieren, keine Einmal-Becher mehr verwenden und die Mülltrennung sorgfältiger in den Blick nehmen.
Am vierten Tag beschäftigen wir uns mit didaktischem Material: das ‚climate Action Bingo‘ und ‚Climate Fresk‘ sind coole Ideen, um Kinder und Jugendliche für Umweltthemen zu sensibilisieren und die eigene Verantwortung in den Fokus zu rücken. - Am Nachmittag ist es dann soweit! Wir wandern durch das Valley of the Nightingales. Auf verwunschenen Pfaden geht es bergauf. Wir queren das rauschende Bächlein und halten immer wieder inne, um mit unseren neuen Apps Vögel (Merlin-App) und Pflanzen (Obsidentify) zu bestimmen. Und dann sehen wir sie, die wilden Orchideen, gleich drei verschiedene Exemplare dieser Meisterwerke der Natur, die uns in ihren Bann ziehen.
Tag 5: Ein letztes Mal versammeln wir uns, um unsere Fortbildung zu evaluieren und blicken zurück auf die letzten vier Tage. Wir sind beeindruckt von der Arbeit von Archipelagos und staunen, was wir alles erleben durften und wie intensiv die Auseinandersetzung mit unserem Thema Nachhaltigkeit war. Das Wichtigste ist wohl die Entwicklung der eigenen Haltung. Denn wenn wir für ein Thema brennen, können wir auch andere Menschen dafür begeistern. Wir alle sind uns sicher, dass wir einiges von dem, was uns hier klar geworden ist, auch nach Bamberg in die FAKS tragen. Herzlichen Dank an alle, die uns diese Erfahrungen auf Samos ermöglicht haben, besonders an Panos, Anastasia und Nina. (von Dr. U. Roppelt)















