Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit


‚Allein kann kein Kind aufwachsen, kein Jugendlicher Orientierung finden und kein Erwachsener ein erfülltes Leben führen. Wir gehören zusammen, sind eine Gemeinschaft – in aller Verschiedenheit‘ (Sternsinger 2019). Weltweit erfahren gerade Kinder mit Behinderung viel zu oft, was es bedeutet, außen vor zu bleiben, skeptisch angeschaut oder bemitleidet zu werden.
Am Seminartag ‚Interkulturelle Kompetenz‘ haben wir uns mit der Lebenssituation von Angelés, Romy, Eddú und Carlos auseinander gesetzt, vier Kindern mit Beeinträchtigung, die in Lima (Peru) aufwachsen. Diese Kinder besuchen das Zentrum Yancana Huasy und werden dort von einem multiprofessionellen Team begleitet. Nicht die Bedürftigkeit oder das Leid, sondern die Stärke und Fähigkeiten der Kinder stehen dort im Mittelpunkt. Dieser pädagogische Ansatz hat uns alle sehr inspiriert und überzeugt. Romy, ein Mädchen mit Down-Syndrom, bringt es im Film mit seinem strahlenden Lächeln auf den Punkt: ‚Ja, ich bin einzigartig. Ich bin einzigartig. Einzigartig.‘
Auch mit dem Thema Alltags-Rassismus haben sich die Berufspraktikant*innen an den beiden Tagen sehr intensiv auseinandergesetzt. ‚Ich bin einen riesigen Schritt weitergekommen und habe nun viel mehr Sicherheit im Umgang mit diskriminierenden Situationen im pädagogischen Alltag‘ – so das Fazit einer Studierenden. ‚Das werde ich auch nochmal mit meinen Teamkolleg*innen besprechen.‘
Sabrina Assies (Referentin vom Kindermissionswerk) hatte für die beiden Seminartage zudem vielfältige weitere Anregungen für die Praxis, die sie aus ihrem Methodenkoffer zauberte: sinnvolle Weihnachtsaktionen (Weihnachten weltweit), Spiele aus aller Welt, Ideen zum Thema ‚Ich und mein Name‘, zum fairen Handel und zahlreiches Material zum Umgang mit geflüchteten Kindern.
Am Ende der beiden Seminartage saßen 18 angehende Erzieher*innen zur Abschlussrunde im Kreis und durch die Rückmeldungen wurde eines sehr deutlich: Sie werden ihre vielen Ideen zur interkulturellen Arbeit begeistert in ihre Einrichtungen tragen. Oder um es mit den Worten einer Berufspraktikantin zu sagen: ‚Das Thema hat mich total gefesselt, sodass ich sofort mit der Ausarbeitung beginnen und meine Ideen im Laufe der nächsten Woche durchführen werde.‘
(Dr. Ulrike Roppelt)